Führerschein und Fahrerlaubnis

Fahrerlaubnis und Führerschein werden oft im gleichen Atemzug genannt, doch handelt es sich hierbei genau genommen um zwei verschiedene Dinge. Während der Führerschein sozusagen die schriftliche Bestätigung für die Ereilung einer Fahrerlaubnis ist. Ist die Fahrerlaubnis eine Genehmigung durch die Behörden, welche berechtigt Kraftfahrzeuge im öffentlichen Straße zu führen. Welche Fahrzeuge das genau sind, hängt davon ab, um welche Fahrzeugerlaubnisklasse es sich handelt.

Der EU-Führerschein

Der EU-Führerschein wurde im Jahr 1999 eingeführt und hat ehemalig rosafarbenen Führerschein aus Papier abgelöst. Der moderne Führerschein hat das Format einer Scheckkarte.

Der Führerschein – allgemeine Infos

Die theoretische Führerscheinprüfung kann frühesten Falls ein viertel Jahr vor dem Erreichen des Mindestalters abgelegt werden. Allerdings muss der Führerschein mindestens drei Monate vorher bei der Zuständigen Stelle beantragt werden, da man sonst trotz der bestandenen Prüfung mit Wartezeiten rechnen muss.

Führerschein beantragen – was ist nötig?

Will man den Führerschein beantragen, unabhängig ob für den PKW oder das Motorrad wird ein Passbild benötigt. Des Weiteren ist eine Sehbescheinigung von Nöten. Diese kann vom Optiker oder vom Augenarzt ausgestellt werden. Es ist mit Kosten von ca. sechs Euro zu rechnen.

Wichtig: Die Sehbescheinigung ist gut zwei Jahre gültig.

Des Weiteren muss man den Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses nachweißen. Ist man schon vorher im Besitz eines Führerscheins, enthält dieser Nachweiß. Des Weiteren sollte man bei der Führerscheinanmeldung sechzig Euro in der Tasche haben, da natürlich auch Bearbeitungskosten anfallen. Natürlich darf die Anmeldung der Fahrschule nicht fehlen. Hierbei werden sofort zwischen hundert und zweihundert Euro fällig, die restlichen Kosten der Fahrschule werden meist kurz vor der Prüfung fällig.

Tipp: Es gibt Fahrschulen die während der Ferienzeit Blockunterricht in Vollzeit bieten. Dazu gehört Praxis Unterricht genauso, wie Unterricht im Bereich der Theorie. Das bedeutet, läuft alles Glatt hat man den Führerschein in gut zwei Wochen in der Tasche.

Der Führerschein für Zweiräder bzw. Krafträder

1. Mofa

Unter die Bezeichnung Mofa fallen Zweiräder, die eine maximale Leistung von 50 ccm haben und maximal 25 km/h erreichen. Für das Führen des Mofas muss man mindestens fünfzehn Jahre alt sein. Ab sechzehn dürfen Beifahrer mit einem maximalen Alter von sieben Jahren mit nehmen. Damit ein Mofa gefahren werden kann ist kein direkter Führerschein von Nöten, dafür aber eine Prüfbescheinigung, denn für das Mofa gibt es direkt keine eigene Fahrerlaubnisklasse. Das Mofa wird gerne von Jugendlichen gefahren oder von Erwachsenen denen der Führerschein entzogen wurde. Wurde dabei ein Fahrverbot ausgesprochen nutzt auch die Prüfbescheinigung wenig, denn das Fahrverbot bezieht sich auf alle Kraftfahrzeuge.

2. Die Klasse AM

Zur Klasse AM gehören motorisierte Kleinkrafträder, welche einen maximalen Hubraum von 50 ccm haben und eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 50 km/h. Dazu gehören z. B. Mopeds, Roller und Mofas. Für Jugendliche sind Mofas in der Regel der erste Einstieg in die motorisierte Welt.

Mit einem Mofa, Roller oder Moped dürfen weder ausgeschilderte Schnellstraßen noch Auobahnen genutzt werden. Die Fahrerlaubnis für diese Art Fahrzeug erst ab dem sechzehnten Lebensjahr erteilt werden. Wurde die Probezeit innerhalb dieser Klasse erfolgreich absolviert, kann das die Probezeit beim Erwerb künftiger Führerscheine der Klasse B, A oder A1 erheblich verkürzt werden.

3. Die Klasse A 1

Damit ein Führerschein der Klasse A1 gemacht werden kann, muss man mindestens das sechzehnte Lebensjahr erreicht haben. Krafträder der Klasse A1 haben einen Hubraum von maximal 125 ccm und nicht mehr als fünfzehn PS.

4. Die Führerschein Klasse A2

Die Führerscheinklasse A2 wurde erst im Jahre 2013 eingeführt. Hierbei handelt es sich sozusagen um eine beschränkte A-Klasse. Der Führerschein kann frühstens ab dem 18. Lebensjahr gemacht werden. Ist man mit diesem Führerschein zwei Jahre unfallfrei gefahren kann nach dem ablegen einer weiteren praktischen Prüfung dieser in einem normalen Klasse A Führerschein gewandelt werden. Zur Klasse A2 gehören Motorräder mit einer maximalen Leistung von 48 PS bei 35 kW Hubraum. Das Leistungsgewicht solcher Maschinen liegt bei 0,2 kW/kg. Dieser Wert ist typisch für gedrosselte Motorräder.

Wichtig: Die Motorradfahrer, die einen alten beschränkten A-Klasse Führerschein ihr Eigen nennen dürfen können zwei Jahre nach dem Erwerb des Führerscheins den offenen A fahren und das ohne, dass eine weitere Prüfung notwendig ist.

5. Die Führerscheinklasse A

In der heutigen Zeit gibt es nicht wie in der Vergangenheit einen beschränkten und unbeschränkten A-Klasse-Führerschein. Seit gut zwei Jahren wurden diese von den Führerscheinklassen A und A2 abgelöst. Erst ab dem vierundzwanzigsten Lebensjahr kann der Führerschein der Klasse A gemacht werden und das aus gutem Grund. Nach zwei Jahren Fahrerfahrung bzw. ab einem gewissen Alter gehen die Behörden davon aus, dass der Motorradfahrer verantwortungsbewusstes Fahren an den Tag legt.

Die Kosten der Führerscheinklassen

Die Mofa Prüfbescheinigung ungefähr siebzig Euro
Die Klasse M / 50 ccm ungefähr 500 Euro
Die Führerscheinklasse A1 / 125 ccm ungefähr 700 Euro
Die Führerscheinklasse A oder A2 ungefähr 1000 Euro. Besitzt man schon den A1 ist das natürlich etwas billiger
Führerschein der Klasse B ungefähr 1300 Euro

 

Die Probezeit

Kommt es zu einer Probezeit handelt es sich hierbei genau genommen um eine Sanktion aufgrund von Fehlverhalten des Fahranfängers. Hierbei verlängert sich je nach dem die Probezeit um zwei Jahre bzw. sogar eine Nachschulung ist fällig.

Bildquelle: aboutpixel.de / portrait of a young couple next to a motorbike © Mark Chambers

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