Mit dem eigenen Motorrad auf die Rennstrecke

Will man sein Motorrad auf einer Rennstrecke einmal so richtig ausfahren, sollte man sich eine Piste in der Nähe suchen. In der Regel fällt hier eine gewisse Nenngebühr und dann könnte es eigentlich schon fast losgehen. Doch auch nur fast, denn bevor man mit seiner Maschine auf die Rennstrecke fährt, sollte man unbedingt einige Vorbereitungen treffen.

Das erste Mal auf einer Rennstrecke

Ungefähr zwei Tage vor der Abreise sollten die Vorbereitungen beginnen. Die Motorradausrüstung sollte komplett zusammengestellt werden. Natürlich sollte auch ein Check der Maschine erfolgen. Des Weiteren ist es ratsam, die Anreise so zu planen, damit man ungefähr eine Stunde früher da ist, denn dann hat man eine freie Wahl bezüglich des Abstellplatzes des Anhängers.

Sinnvoll ist es hierbei darauf zu achten, dass der Platz ruhig ist. An der Zufahrt zum Vorstart zu parken ist sicher nicht ratsam. Bevor man aber los fährt, sollte man dabei nicht vergessen, dass der Reservekanister und auch das Motorrad vollgetankt werden.

Bei der anschließenden Gruppeneinteilung ist es ratsam, dass man sich einer eher langsameren Gruppe anschließt, wenn man unnötige Beschädigungen durch Raser oder Drängler an der eigenen Maschine verhindern möchte. Ist man auf seinem Motorrad sicher, kann man auf der Rennstrecke immer noch in eine schnellere Gruppe wechseln.

Aufwärmen – nicht nur für das Motorrad Pflicht

Bevor man mit der Maschine auf die Rennstrecke geht, ist das Aufwärmen der Körpermuskulatur sinnvoll. Stretch Übungen oder Balanceübungen mit dem Mountainbike sorgen dafür, dass die Muskulatur aufgewärmt wird. Natürlich werden die Reflexe dadurch auch trainiert. Dynamische Lockerungsübungen oder Stretching sind sinnvoll, denn dadurch werden der Kreislauf und der Puls beschleunigt.

Beim Aufwärmen sollte man nicht vergessen, dass man auch an der Besprechung des Veranstalters teilnimmt, denn hier werden alle Abläufe und noch einmal alle Regeln erklärt. Ungefähr fünfzehn Minuten vor Tour sollte man seine Funktionswäsche und die Lederkombi anziehen. Sinnvoll ist hier ein Einteiler, der mit Projektoren versehen ist. In voller Montur, sollte man noch einmal ein paar Dehnungsübungen machen, damit sich diese der späteren Sitzposition auf dem Markt anpassen kann. Ein perfekter Zeitplan ist unbedingtes Muss.

Tipp: Wollen Sie sich bei kühler Witterung mit Ihrem Motorrad auf der Rennstrecke austoben, achten Sie darauf, dass Sie anfangs einen Helm mit Visier nehmen, der einen Beschlagschutz hat. Als Anfänger ist das erste Mal Rennbahn purer Stress. Es kommt zu einer Pressatmung, aus diesem Grund ist ein Visier mit Beschlagschutz perfekt. Lassen Sie sich nicht von der Meute Fahrer um Sie herum anstecken, konzentrieren Sie sich nur auf sich und ihre Maschine.

Mit dem Motorrad auf die Rennstrecke – das Abenteuer ist vorbei und jetzt?

Hat man die erste Tour auf der Rennstrecke hinter sich, ist man durch den Adrenalinkick absolut aufgeputscht. Doch in diesem Moment sollte man alle Euphorie erst einmal vergessen und sich um die Nachsorge kümmern. Dazu gehört neben der Prüfung der Reifenoberfläche, den Wasser und Ölstand checken, den Reifenwärmer anbringen usw.

Unser Renn-ABC – Tricks und Tipps für ein aufregendes Rennen auf der Rennbahn

  • Der Rückspiegel des Motorrads sollte eingeklappt bzw. abgeklebt werden.
  • Bei der Nutzung von Reifenwärmern sollte man die Räder in regelmäßigen Abständen um eine halbe Umdrehung verdrehen. Dadurch wird die Wärme im Reifen besser verteilt.
  • Der Reifendruck sollte bei kalten Reifen geprüft und auf dem verlangten Rennstreckenwert eingestellt werden.
  • Die erste Runde dient dazu, dass die Strecke besser kennenzulernen. Daher sollte man anfangs nur ein zügiges Tempo wählen, um die Reifen warm zu fahren. Dabei kann man sich auch die Umgebung näher ansehen und Gefahrenstellen der Strecke abschätzen.
  • Bei der ersten Runde mit dem Motorrad auf der Rennstrecke sollte man sich gut alle Scheitel- und Einlenkpunkte merken.
  • Sie fahren auf einer Streckenpassage mit geringer Auslaufzone, dann sollten sie hier aufpassen nicht über das Ziel hinauszuschießen.
  • Je nach Gummimischung des Reifens und der Außentemperatur sollte man bedenken, dass es auch bis zu einer zweiten Runde dauern kann, bis die Reifen warm sind. Dabei sollte man aber nicht schleichen.
  • Wird auf der Rennstrecke die gelbe Flacke gezeigt, heißt das, dass eine Gefahrenquelle voraus ist. In diesem Moment sollte man das Tempo unbedingt reduzieren, um jederzeit anhalten zu können.
  • Sieht man bei der Fahrt auf der Rennstrecke die rote Fahne, bedeutet das, dass die Strecke sofort verlassen werden muss. Blaue Flagge heißt, dass ein Fahrer zum Überholen ansetzt.
  • Unterhalten Sie sich mit den erfahrenen Fahrern, um von diesen Ihre Tricks und Tipps zu erfahren, wie man die Strecke meistert.

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