Was ist beim Kauf von gebrauchten Motorrädern zu beachten?

Der Grund warum sich einige dazu entscheiden ein gebrauchtes Motorrad zu kaufen liegt in erster Linie beim Preis. Die Gebrauchten sind wesentlich günstiger als Neue und den ersten Wertverlust haben sie auch schon hinter sich. Mitunter haben die Vorbesitzer schon Geld investiert und einige Details verbessert. Es gibt aber auch einiges zu beachten, um einen Fehlkauf zu vermeiden.

Risiko beim Kauf und Verkauf von Gebrauchtmaschinen

Im Internet und Print-Rubriken ist das Angebot an Gebrauchtmaschinen üppig. Bei der vermeintlich hohen Schnäppchendichte kann ein Glücksritter schnell in einen Kaufrausch geraten. Das Lust- und Frustpotential ist bei den Gebrauchtgeschäften allerdings nicht nur für Käufer, sondern auch für Verkäufer sehr hoch. Verkäufer können nur darauf hoffen dass sie ihr Geld bekommen und von Haftungsansprüchen verschont bleiben. Die Käufer erwarten eine vernünftige Ware für ihr Geld und erwarten zudem eine nachvollziehbare Historie. Wer ein Motorrad kaufen will sollte sich nicht auf ein bestimmtes Modell, eine Farbe oder ein Baujahr fixieren. Dann ist nämlich das Angebot begrenzt und der Druck zu groß. Es lohnt sich auf jeden Fall auch Alternativen in Betracht zu ziehen.

Weiterhin gilt beim Kauf von einem gebrauchten Motorrad:

  • Zum Besichtigungstermin nicht alleine fahren
  • Genug Zeit einplanen
  • Finger weg von Motorrädern bei denen die einfachsten Wartungsarbeiten nicht durchgeführt wurden und deren Motoren warmgefahren sind
  • Vom Verkäufer nicht unter Druck setzen lassen
  • Immer auf eine Probefahrt bestehen
  • Auf lockere Zusagen nicht vertrauen wie TÜV-Eintragung ist kein Problem
  • Auf das Bauchgefühl hören
  • Bargeld für den Motorradkauf am Körper tragen
  • Schriftlichen Kaufvertrag machen und zugesicherte Eigenschaften schriftlich festhalten

Da die Käufer von einem gebrauchten Motorrad nicht auf eine mehrjährige Garantie vertrauen können, wenn sie eine Maschine von Privat kaufen sollten sie sich schon vor dem Besichtigungstermin über die typischen Schwachpunkte des jeweiligen Modells informieren. Wer diese kennt kann eine eingehende Prüfung vornehmen. Hilfreich ist auch, wenn ein erfahrener Begleiter zum Besichtigungstermin mitgenommen wird. Erstens werden dann Mängel seltener übersehen und zweitens hat man einen Zeugen. Das ist wichtig wenn nach dem Kauf schwerwiegende Mängel auftreten. Mit einer Taschenlampe im Gepäck kann man Mängel besser erkennen. Bei der Probefahrt stellt der potentielle Käufer fest ob der Rahmen verzogen ist und Getriebe, Kupplung, Bremse sowie Kraftübertragung in Ordnung sind. Eine Runde um den Block reicht dafür allerdings nicht, es sollte schon eine etwas weitere Strecke bei hohem Tempo gefahren werden. Zwischen Häusern oder Mauern sind heulende Getrieberäder und Motorgeräusche am besten zu hören. Abschließend lohnt es sich den Motor und die Getriebegabel auf Undichtigkeiten zu kontrollieren.

Fahrzeugpapiere und Fahrgestellnummer abgleichen

Wenn das Motorrad diese Bewährungsprobe gut überstanden hat steht dem Kauf nichts im Wege. Allerdings muss dann noch der Papierkram erledigt werden. Dabei ist zu kontrollieren ob die Fahrgestellnummer von Rahmen und Papieren identisch ist und Zubehörteile ohne ABE eingetragen sind. Wenn die originalen Fahrzeugpapiere nicht mehr vorhanden sind, sollte sich der Käufer die Anzahl der Vorbesitzer schriftlich bescheinigen lassen.

 Bildquelle: aboutpixel.de / Wüste 5 © Christian Riegler

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